Veröffentlicht von Doris Hüls am Do., 25. Jan. 2018 09:45 Uhr

Die Arbeit eines Kirchenvorstandes ist sehr vielfältig. Er beschäftigt sich mit Fragen der Raumgestaltung unserer Kirchen genauso wie mit Gottesdienstkonzepten, mit der Berufung von Pastoren genauso wie mit säumigen Kindergarten-Beitrags-Zahlern, mit Kollekten-Zwecken und Gemeindefesten, mit Immobilien-Verwaltung und Zukunftsstrategien.

Ein großer Teil dieser Arbeit geschieht inzwischen in Fach-Ausschüssen wie „Bau“, „Finanzen“, „Kindertagesstätten“ oder „Gottesdienst“, in denen auch weitere fachkundige Gemeindeglieder beteiligt sind. In monatlichen Sitzungen wäre sonst der Umfang der gesamten Arbeit nicht mehr zu bewältigen. Ein großer Teil der Arbeit des Kirchenvorstands ist zudem nicht sichtbar. Vieles geschieht im Hintergrund, ist aber dennoch immens wichtig. Der Kirchenvorstand leitet gemeinsam mit dem Pfarramt die Kirchengemeinde und ist somit auch für grundlegende Fragen zuständig: Sollen auch Kinder das Abendmahl empfangen können? Welche Art von Gottesdiensten wollen wir feiern? Sollen in unserer Kirche auch gleichgeschlechtliche Paare gesegnet und getraut werden?

Gerade diese großen Fragen brauchen auch manchmal Zeit und sind nicht als ein Tagesordnungspunkt unter vielen abzuhaken. In den vergangenen Jahren haben sich unsere Kirchenvorstände deshalb immer wieder - besonders auch auf Klausurtagungen an anderen Orten - Zeit füreinander und für diese Themen genommen. Im Rückblick können wir feststellen, dass viele Dinge im Zeitraum der letzten sechs Jahre ins Rollen gekommen und auch gelungen sind. Gemeinsam haben wir darum gerungen, in Rückbindung an Gottes Wort, unser Bekenntnis und die Tradition, aber auch zugleich hoffnungsvoll in die Zukunft schauend, gute Entscheidungen zu treffen, die unser Profil als lutherische Gemeinden schärfen und zugleich in großer Offenheit mit vielen Partnern gemeinsam unterwegs sind.

von Simon de Vries

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