Veröffentlicht von Doris Hüls am Di., 22. Mai. 2018 17:50 Uhr

Der Begriff Mission (lat. „missio“ = Sendung/Auftrag) steht im allgemeinen für eine Aufforderung zu einer bestimmten Handlung – einen Auftrag. Im religiösen Sinne wird er benutzt, wenn eine religiöse Lehre vor allem unter Anders- oder Nichtgläubigen verbreitet wird. Viele Religionen (u. a. Christentum, Islam, Buddhismus, Hinduismus) verfolgen einen missionarischen Ansatz.

Mission im christlichen Sinne bezeichnet die Verbreitung der frohen Botschaft von Jesus als Christus als Retter. Ziel ist es, andere Menschen mit der Botschaft in Berührung zu bringen und zu ermöglichen, Jesus als Christus für sich anzunehmen. Die christliche Mission beruft sich insbesondere auf den sogenannten Missionsbefehl:

„Und Jesus trat herzu, redete mit ihnen und sprach: Mir ist gegeben alle Gewalt im Himmel und auf Erden.  Darum gehet hin und lehret alle Völker: Taufet sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes  und lehret sie halten alles, was ich euch befohlen habe. Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende.“ (Mt 28,18-20; ähnlich in Mk 16,15f.; Lk 24,46–48; Joh 20,21; Apg 1,8).

Nach evangelischem Verständnis ist jeder getaufte Christ zur Mission be- und aufgerufen. Praktisch richtet sich Mission aber oft auf bestimmte Gebiete oder Zielgruppen. Die Entsendung und finanzielle Unterstützung von speziellen Missionaren geschieht durch eine kirchliche Institution, ein  Missionswerk (siehe in unserer Region Artikel Gustav-Adolf-Werk), eine einzelne christliche Gemeinde oder einen persönlichen Freundeskreis der Missionare.

Im christlichen Sinne unterscheidet man zudem zwischen der äußeren und inneren Mission. Erstere richtet sich wie oben erwähnt, an andere, letztere bezeichnet die Aktivitäten zur Glaubenserneuerung in einer bereits christanisierten Bevölkerung.

von Holger Schmidt

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