Veröffentlicht von Doris Hüls am Di., 5. Mai. 2020 17:54 Uhr

Mitte März kam der Vorschlag der Evangelischen Kirche, in der Coronazeit von den Balkonen, vor den Häusern und in den Gärten musikalisch ein Zeichen der Solidarität und Zuversicht zu setzen. So schlug auch die ehemalige EKD-Ratsvorsitzende Margot Käßmann vor, mit dem Lied „Der Mond ist aufgegangen“ von Matthias Claudius diese Verbundenheit allabendlich um 19 Uhr in die Nachbarschaft zu tragen. Auch wir drei MusikfreundInnen aus den Stadtteilen Oorde und Hesepe, Cornelia Pietruschka, Marianne Spethmann und ich, haben diese Idee gerne aufgenommen. Unter Wahrung der Abstandsregelung singen und spielen wir „unseren Mond“ und ein bis zwei weitere geistliche Lieder an sieben wechselnden Stellen in unseren Stadtteilen. Den Zeitpunkt haben wir allerdings seit drei Wochen auf 19.45 Uhr verschoben, aber der immer später eintretende Sonnenuntergang hat uns nun auch zur neuen Zeit eingeholt. Uns, den Zuhörenden und den Mitsingenden bereitet dieses Zeichensetzen viel Freude. Von den Menschen vor ihren Häusern und hinter den geöffneten Fenstern und Balkontüren erfahren wir viel Zuspruch.

Auch an anderen Orten in der Stadt haben sich sing- und spielfreudige Menschen eingefunden, so auch (bis vor kurzem) allabendlich eine ökumenisch zusammengesetzte Gruppe vor der Kreuzkirche. Unser auf 4-7 Personen verkleinerter Posaunenchor hat mehrfach vor oder im Innenhof von Senioreneinrichtungen gespielt und gerade die von den Kontaktverboten besonders betroffenen älteren Menschen erfreut.

von Ulrich Meyer-Spethmann

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