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Maria - die Mutter von Jesus in der Bibel

Maria - die Mutter von Jesus in der Bibel
Veröffentlicht am Mo., 23. Nov. 2020 11:09 Uhr
Themenschwerpunkt

Maria erscheint namentlich in der Bibel nur in den Evangelien und in der Apostelgeschichte, vor allem in den Kindheitsgeschichten des Matthäus- und des Lukasevangeliums sowie an einigen weiteren Stellen am Rande. In allen anderen Schriften wird Maria nicht namentlich erwähnt.

Die Art und Weise, in der die Evangelien über Maria berichten, ist ganz von der Absicht der Verkündigung Jesu Christi geprägt. Eine Biographie lässt sich daher kaum ableiten.

In den Kindheitsgeschichten erfahren wir, dass ein Engel Maria die Geburt Jesu ankündigt. Sie wurde von Gott erwählt (Lk 1,30). Über die Schwangerschaft wird geschrieben, dass diese „vom Heiligen Geist“ kam (Mt 1,18 vgl. Lk 1,35). Sie lebte zu dieser Zeit in Nazareth in Galiläa und war mit Josef, einem Zimmermann, verlobt (Lk 1,26f.).

Aufgrund eines Hinweises des Engels besucht sie während der Schwangerschaft ihre ebenfalls schwangere Verwandte Elisabeth (Lk 1,39ff.), die sie mit den Worten „Gesegnet bist du [Maria] unter allen Frauen“ begrüßt (Lk 1,42). Maria wird sich Ihrer Rolle bewusst und lobt Gott (Magnificat Lk 1,46-55; siehe dazu auch die Andacht auf der Rückseite dieses Heftes). Die Geburt findet unter widrigen Umständen (Lk 2,1ff.) statt. Eine Volkszählung des Kaisers Augustus zwang Maria und Ihren Verlobten Josef gegen Ende der Amtszeit des Herodes (Mt 2,1, Lk 1,5 und 2,4) nach Bethlehem. Letzter trachtet nach dem Leben Ihres Sohnes. Sie und die Familie fliehen nach Ägypten (Mt 2,13ff.). Erst nach dessen Tod kann sie mit der Familie nach Galiläa, nach Nazareth, zurückkehren (Mt 2,19-23).

Ihre mütterliche Sorge um Jesus wird eindringlich bei Jesu Verschwinden in den Tempel berichtet (Lk 2,41-50). In den Geschichten über die Hochzeit zu Kana (Joh 2,1-12) und der Familie Jesu (Mk 3,31ff.) erlebt sie die Abgrenzung ihres erwachsenen und besonderen Sohnes.

Umstritten unter den christlichen Konfessionen bleibt, ob sie weitere Söhne - Jakobus, Joses/Josef, Judas und Simon - (Mk 4,31 namentlich Mk 6,3 auch bei Mt 13,55f.) sowie Töchter hatte. Diese Namen werden im Zusammenhang mit Jesus als Brüder und Schwestern erwähnt, wobei diese Begriffe sowohl leiblich als auch im übertragenen Sinne möglich bleiben. Jedoch wird in Lk 2,7 Jesus als „erstgeborener“ Sohn Marias bezeichnet, was nahelegt, dass Maria weitere leibliche Kinder hatte.
Nur das Johannesevangelium (Joh 19,25ff.) stellt Maria als Zeugin unter dem Kreuz dar. Der Lieblingsjünger von Jesus erhält den Auftrag, sich um sie wie um die eigene Mutter zu kümmern und in der Trauer zu begleiten. In der Apg 1,14 wird Maria letztmalig namentlich als mit den Jüngern versammelt erwähnt.

von Holger Schmidt