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Wassergeusen "im Fluß"

Wassergeusen "im Fluß"
Veröffentlicht am Fr., 26. Feb. 2021 15:06 Uhr
Gemeindeleben

Ob Zeltlager, Segelfreizeit oder Naturerkundung, Gruppenstunde zu einem aktuellen Thema oder Spiegeleierbraten am Lagerfeuer – Pfadfinderaktionen sind immer Gruppenerlebnisse. Gemeinsam  Neues erleben, Unbekanntes erkunden, in der Gemeinschaft Erfahrungen sammeln und lernen, sich gegenseitig zu respektieren mit allen Stärken und Schwächen, das ist auch beim Pfadfinderstamm „Wassergeusen“ der Kreuzkirchengemeinde ein wesentlicher Baustein der pfadfinderischen Jugendarbeit. Aber wie geht das in Corona-Zeiten? Was machen die Pfadfinder, wenn alle Gruppenstunden abgesagt werden müssen?

Das Jahr 2020 war auch für unseren Pfadfinderstamm ein Jahr der Herausforderungen mit einem ständigen Auf und Ab. Aber wir Pfadis sind optimistisch: 2021 wird alles wieder besser. In der Planung haben wir bereits Aktionen wie das Pfingstlager und das große Landeslager und im Herbst wollen wir unbedingt wieder einen Segeltörn auf dem Ijsselmeer machen – und spätestens in den Osterferien unsere erste Wanderung.

2020 stand das dreiköpfige Leitungsteam der Kreuzkirchen-Pfadfinder immer wieder vor der Frage: Welche Möglichkeiten lassen uns die Verordnungen des Landes und des Landkreises – und welche Aktivitäten können wir verantworten?

Im Frühjahr hatte uns der erste Lockdown getroffen wie ein Blitz aus heiterem Himmel. Von einem Tag auf den anderen fielen alle Gruppenstunden aus, die bereits geplante Wanderung mit Zeltübernachtung in den Osterferien mussten wir absagen. Der Lockdown bedeutete auch das Ende der Pfadi-AG am Evangelischen Gymnasium und ließ unsere Träume von der Teilnahme am großen Niedersachsen-Landeslager in Hameln platzen.

Aber wir Pfadfinder „können auch digital“. Zwar mussten wir schnell erkennen, dass digitale Gruppenstunden per Videokonferenz nichts bringen. Die Kinder haben nach ein paar Stunden Distanzunterricht in der Schule einfach keinen Bock mehr, auch noch nachmittags vor dem Computer zu sitzen und Videokonferenzen zu machen.

Aber ab Juni boten die neuen Landesvorgaben uns wieder kleine Freiräume für Pfadiaktivitäten – natürlich mit Abstandsregeln und strengem Hygienekonzept. So waren wir Pfadis die ersten, die nach dem Lockdown wieder das Gemeindehaus mit Leben füllten. Eigentlich eher die Freifläche vor dem Pfadi-Bauwagen hinter dem Gemeindehaus, denn die Stammesleitung hatte beschlossen: Pfadi-Aktionen finden in Corona-Zeiten grundsätzlich draußen statt.

Zum Beispiel die Tageswanderung der „Lachse“ und der „Vechte-Hechte“. Beide Gruppen wanderten im Juli mit Karte und Kompass auf unbekannten Pfaden zu einem Gelände der Grafschafter Naturschutzstiftung. Dort war coronagerechtes Zelten angesagt: Jeder baut sich aus einer Schwarzplane sein eigenes kleines Zelt auf. Weniger ist mehr. Pfadis sind kreativ. Bis in den Herbst hinein immer beliebt: das „Chillen und Grillen“ am Lagerfeuer vor dem Bauwagen.

Lange geplant und dann doch nicht möglich war schließlich im Dezember die Aussendungsfeier für das „Friedenslicht aus Bethlehem“, die wir jedes Jahr gemeinsam mit dem katholischen Pfadfinderstamm St. Marien veranstalten. Die Pläne für eine größere Veranstaltung hatten wir fast fertig, als der Teil-Lockdown kam. Fix war eine „coronagerechten Ersatzveranstaltung“ im Stadtpark geplant, die wir schließlich auch absagen mussten. Immerhin haben beide Pfadfinderstämme dann am 4. Advent aber noch fast 100 „Friedenslichter“ in Nordhorner Haushalte geliefert. Und an den Weihnachtstagen stand das Licht in der Kreuzkirche und der Christuskirche zum Mitnehmen bereit.

2021 wird alles wieder besser! Wir lassen uns nicht entmutigen – frei nach dem Pfadfinder-Motto: Allzeit bereit! 

                                                                                  Rolf Masselink