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Ein seltsames, ungewöhnliches und wunderbares Kindergartenjahr

Ein seltsames, ungewöhnliches und wunderbares Kindergartenjahr
Veröffentlicht am Mo., 13. Sep. 2021 16:10 Uhr
Kindergärten

Jetzt bin ich schon fast ein ganzes Jahr in der KiTa. Es war ein wunderbares Jahr, auch wenn es ein ungewöhnliches war. Corona hat uns fest im Griff gehabt. Wie viele Rahmenhygienepläne ich durchgearbeitet habe, und wie viel Energie und Zeit ich in das Verstehen der neuen Verordnungen hineinsteckte – unbeschreiblich!

Dabei fing letztes Jahr im August alles so ruhig an. Wir durften in der KiTa sogar unter „coronaangepassten“ Bedingungen starten: in unsrer KiTa mit offenen Räumen und offenen Türen.

Mit großem „Hallo“ konnten wir nach den Sommerferien im letzten Jahr die Kinder im offenen Haus begrüßen. Dies hielt aber leider nicht lange an. Schon im Oktober mussten wir die Gruppen langsam wieder schließen. Zunächst durften noch zwei Guppen zusammen bleiben, aber nur kurze Zeit später sind wir in eine sehr lange Lockdown-Zeit gerutscht. Diese lange Zeit, in der viele Kinder nicht in die KiTa durften, hat viele Familien einiges an Kraft gekostet. Die Coronabestimmungen waren manchmal nicht verständlich und wir mussten oft den Eltern das Unerklärbare erklären. Und dabei wussten wir es selber oft nicht.

Wir als KiTa haben versucht, so viel wie möglich den Kontakt zu halten und haben unsere KiTa-App in dieser Zeit besonders genutzt. Wir haben Angebote in die App gestellt, Videos, Bilder, Hörgeschichten und vieles mehr. So konnten wir trotzdem den Kindern zu Hause etwas anbieten. Zusätzlich haben wir eine „Basteltasche-to-go“ ins Leben gerufen. Bei dieser Aktion konnten die Kinder einen Leinenbeutel abgeben, der am nächsten Tag gefüllt mit Bastelmaterial und Anleitung hier am Kita-Zaun hing. Und es gab eine „Fenster-Bücherei“: Die Kinder konnten sich am Fenster ein Buch aussuchen und dies über eine Woche mit nach Hause nehmen. Viele Kinder, die nicht in die KiTa kommen durften, haben dieses Angebot gerne wahrgenommen. So konnte das KiTa-Team zwischendurch wenigstens einige Kinder am Fenster auf Abstand sehen. Also sozusagen „Windows for Kids“. Technik können wir auch!

Apropos Technik: am Anfang noch spannend, neu und „cool“. „Hey, ich nehme an einem Zoom-Meeting teil!“ Das hört sich doch erst mal aufregender an als „Wir treffen uns mit den Kolleginnen im Internet.“ So wirklich cool war es nicht lange. Zoommeetings sind eine gute Alternative, aber keine Alternative für immer.

Die Inzidenzwerte sind dann nach und nach weiter gesunken, sodass in den letzten Wochen alle Kinder in der KiTa wieder zu uns kommen konnten.

Hier an dieser Stelle möchte ich mal sagen, wie toll die Kinder das alles gemacht haben! Unser Haus ist eigentlich ein offenes Haus, in dem jede*r willkommen ist. In der langen Zeit ohne KiTa, ohne Freunde, ohne die Erzieherinnen und ohne die vertraute Umgebung sind die Kinder nach dieser langen Zeit fröhlich und gut gelaunt in den Kindergarten zurückgekommen, und es gab so gut wie keine Tränen!

Ein großes Danke an unsere Eltern, die so toll mitgearbeitet haben, die mir auch an einem Samstag Emails geschrieben haben, die mit organisiert haben und die immer noch ein gutes Wort für uns hatten.

Und wenn ich schon beim Danke sagen bin: ohne dieses wunderbare und engagierte Team wäre einiges nicht möglich gewesen: die Kolleginnen, die unermüdlich Aktionen geplant haben, die für die Anliegen der Kinder und Familien immer ein offenes Ohr hatten und die auch immer sprudelnde Quelle kreativer Ideen waren, die, so denke ich, den Kindern viel Freude gemacht haben.

Dieses Jahr war auch geprägt von Jubiläen. Frau Hogt-Fehst, Frau van der Kamp, Frau Backes und Frau Buczilowski sind insgesamt 140 Jahre in der Christus-KiTa. Leider konnten wir dies nicht im großen Rahmen feiern. Aber dennoch haben wir es uns schön gemacht!


Am Ende des Kindergartenjahres konnten wir doch noch von unseren Vorschulkindern Abschied nehmen. Dafür konnten wir uns sogar in Präsenz treffen, und wir haben die Kinder auf eine Reise auf den Planeten Rajax geschickt. Die Kinder mussten den Bewohnern dort helfen die leuchtenden Sterne zu finden. Die Kinder sind ganz eifrig los gezogen und haben in und am Kindergarten und in der Umgebung Sterne gesucht und gefunden! Es war ein wunderbares Geschenk zum Ende dieses seltsamen Kindergartenjahres, dass wir uns noch mit dem Segen von Pastor de Vries von unseren Vorschulkindern verabschieden konnten.

Katharina Umbach